Wie kam es dazu? Eine Erläuterung des Trump-Sieges im Kontext der ‚Reputation-Macht-Balance‘

Wer einen positiven Ruf besitzt, hat Anspruch auf gesellschaftliche Verantwortung und Macht. Donald Trump wurde mit einem miserablen Ruf zum US-Präsident gewählt. Wie passt das zusammen? Dieser Beitrag reflektiert das Abschneiden Trumps in den Präsidentschaftswahlen 2016 anhand des Modells der Reputation-Macht-Balance und versucht Gründe für das ‚Unfassbare‘ zu finden. „Wie kam es dazu? Eine Erläuterung des Trump-Sieges im Kontext der ‚Reputation-Macht-Balance‘“ weiterlesen

Diplomatische Unfähigkeit – Wenn das letzte Wort gesprochen ist

»Gewalt war schon immer die Sprache der Dummen«.

So hat es der kritische Komiker Oliver Kalkofe letzten Sommer in seinem Kommentar zu Hass und Dummheit ausgedrückt. Aber was bedeutet das im Umkehrschluss? Bedeutet das, dass Diplomatie und Krisenbewältigung durch Kommunikation die Sprache der Intelligenten ist? Und was ist mit jenen, die eigentlich zur Diplomatie berufen sind, sich aber bewusst für einen undiplomatischen Weg entscheiden: Intelligenzverweigerer? Krisenstifter? Oder einfach nur den falschen Beruf erwischt?

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Filter-Bubble: Gibt es noch Informationsfreiheit?

>>A squirrel dying in front of your house may be more relevant to your interests right now than people dying in Africa.<< Mark Zuckerberg.

Der Digital-Soziologe Eli Pariser ließ 2011 mit seiner These der Filter-Bubble aufhorchen. So bezeichnet er die im Web stattfindende personalisierte Informationsdistribution. Der Großteil der Inhalte, die wir im Netz finden – beispielsweise über Suchmaschinen wie Google oder Bing, in Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter und sogar in Nachrichtenportalen wie der New York Times – sind vorgefiltert – also auf uns zugeschnitten. Das bedeutet, dass du, wenn du nach einem Begriff suchst, andere Ergebnisse erhältst als beispielsweise dein Nachbar. Welche Auswirkung hat diese Filterung? „Filter-Bubble: Gibt es noch Informationsfreiheit?“ weiterlesen

Die Verschmelzung politischer Kommunikation. Werden alle zu Populisten?

Kürzlich habe ich einen wie ich finde sehr interessanten Beitrag des Kommunikationswissenschaftlers Kurt Imhof zum Thema Verschmelzung von politischer Kommunikation gelesen.

Grundsätzlich unterscheidet Imhof zwischen zwei Gruppierungen, den alteingesessenen Großparteien und so genannten autonomen Gruppen (vgl. Imhof 1996: 14).

Die Großparteien bedürfen meines Erachtens keiner weiteren Definition. Bei den autonomen Gruppierungen handelt es sich beispielsweise um politische Gruppen oder Minderheiten. In diesen Gruppierungen entstehen eigenständige Weltanschauungen und Lebensstile. Die Lebensdauer solcher Gruppierungen hat seit den 70iger Jahren stark zugenommen. Themenbereiche wie z.B. die Umwelt oder die Asylpolitik werden von ihnen eingenommen und lautstark propagiert (vgl. ebd.: 22). „Die Verschmelzung politischer Kommunikation. Werden alle zu Populisten?“ weiterlesen

Eine lächerlich gute Entscheidung

Manchmal ist die Entscheidung, für die wir belächelt werden, letztlich die einzig Richtige.

Viele Musiker, Wissenschaftler, Künstler, aber vor allem auch Politiker haben in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, dass es manchmal nützlich ist, das Stirnrunzeln und Augenverdrehen der Menschen zu ignorieren. Derzeit wird gerade ein ganzes Land – vor allem von deutscher Seite –belächelt: unser Nachbarland Österreich.

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Wenn Pennywise lacht – Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

Jeder kennt Momente im Leben, in denen man lacht, um nicht weinen zu müssen. Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern muss wohl der politische Monty Python Film unter diesen Momenten sein. Denn als ich mein Handy entsperrte, um mich darüber zu informieren, ob denn bereits Hochrechnungen von der Landtagswahl veröffentlicht wurden, konnte ich nicht anders, als zu schmunzeln. Eigentlich eine völlig unberechtigte Reaktion. Ja eigentlich sogar schon zynisch. „Wenn Pennywise lacht – Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern“ weiterlesen

USA – Alles zwischen Gut und Schlecht

»Die Amerikaner sollten aufhören, Lügen über Europa zu verbreiten, dann werden wir aufhören, die Wahrheit über Amerika zu sagen.«

Dieses Zitat von einem unbekannten Autor ging kürzlich auf die ein oder andere Weise mehrfach durch die Medien. Auslöser für die Empörung war natürlich mal wieder Donald Trump, der Deutschland als das Bilderbuchbeispiel dafür entlarven wollte, wie Migration ein Land zerstört: »Wegen der Flüchtlinge versinkt Deutschland in Kriminalität. Die Kriminalität hat inzwischen ein Level erreicht, das sich niemand auch nur ansatzweise vorstellen konnte. Es ist eine Katastrophe.« Kurzer Faktencheck. Die Mordrate ging seit den Entwicklungen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 3 Prozent nach unten (in den USA stieg sie um rund 6 Prozent an), die sexuelle Gewalt nahm um 4 Prozent ab (in den USA stieg sie um mehr als 9 Prozent an), ausschließlich die Diebstahlrate nahm um 2 Prozent zu (in den USA um 0,3 Prozent). Mit Schusswaffendelikten und Massenschießereien brauchen wir gar nicht anfangen. „USA – Alles zwischen Gut und Schlecht“ weiterlesen

Verlassen und verloren im Land der Bürokraten

Kaum ein Spruch beschreibt den deutschen Umgang mit Problemen besser als »Jeder hat sein Päckchen zu tragen«. Wir zeigen dadurch, dass wir, um das Leben mit allen Problemen, Herausforderungen und Fehlentscheidungen erfassen zu können, erst eine Metapher brauchen. Das ist mal zu Anfang nicht schlecht. Wir strukturieren und halten Abstand. Wir versuchen, mit diesem Spruch ganz nüchtern mitzuteilen, dass wir über die Existenz von Problemen bei unseren Mitbürgern Bescheid wissen. Gleichzeitig sagen wir damit, dass wir aber nicht wissen, was in dem Paket drinnen ist. Wir haben keine Vorstellung davon, welche Last sie mit sich herumtragen. Obwohl ich die Metapher auf sehr vielen Ebenen durchdacht und clever finde, habe ich seit einigen Tagen Probleme mit diesem Spruch. Denn ich musste feststellen, dass manchmal Briefumschläge schwerer sein müssen als jedes Paket, das man mit sich herumschleppen kann. (Ja, das bezeichnet man als Wortklauberei.) „Verlassen und verloren im Land der Bürokraten“ weiterlesen