Das Internet in unserem Alltag

Gehört ihr auch zu den Leuten, die nach dem Aufwachen ihr Smartphone in die Hand nehmen, hoffentlich erst jetzt den Flugmodus abschalten, um es anschließend auf neue Mitteilungen zu checken? Ich jedenfalls habe mir dieses Verhalten über die letzten Jahre (leider) angewöhnt.

Heute, im Jahr 2014, haben wir ein völlig anderes Medienverständnis und -Nutzungsverhalten als noch vor 15 Jahren. Der Hauptverursacher dieser Veränderung ist, wie könnte es anders sein, das Internet. Das Internet ist mittlerweile so fest mit unserem Alltag verwurzelt, dass wir es gar nicht  mehr bemerken – und genau zu diesem Zeitpunkt hat es den Status einer Art Systemrelevanz für uns erreicht. Sämtliche klassische Medien sind nun (gezwungener Maßen) auch im Internet vertreten, mit teils mehr oder auch weniger Erfolg (Stichwort Zeitungssterben). Schon aus diesem Grund schließe ich mich der Meinung von Univ.Prof.Dr Rabler an und bezeichne das Internet nicht als Medium, sondern eher als Infrastruktur für Medien (vgl. Rabler 2013: o.S.).

Stellen wir uns vor, das Internet und damit die globale Vernetzung, würde etwa durch Sonnenstürme zerstört werden. Es wäre für uns als Mensch, für die Wirtschaft, ja für die ganze Gesellschaft nur schwer vorstellbar. Produktionsketten würden einbrechen. Sämtliche Vertriebswege über das Internet würden abgeschnitten sein. Stromnetze würden zusammenbrechen. Ein Chaos. Dieses Szenario steht zur Zeit nicht zur Debatte jedoch wollte ich mit diesem Beispiel die Integration des Internets in unserem Alltag unterstreichen.

Ein Geben und Nehmen

Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir uns wieder darauf besinnen sollen, wofür das Internet geschaffen wurde. Um für den Menschen zu arbeiten (Anmerkung: Mir ist klar, dass das Internet ursprünglich vom US-Militär zur Vernetzung von US Eliteuniversitäten entwickelt wurde, jedoch sehe ich den Zweck heute ganz wo anders (vgl. Wikipedia 2014)). Die Zeiten in den uns das Internet völlig vereinnahmt, sind, zumindest für mich, vorbei. Natürlich soll aus dem Netz nicht nur genommen – sondern auch etwas (in Form von Informationen) zurückgegeben werden – erst so konnte das Web 2.0 entstehen. Mit Informationen meine ich jedoch nicht Nutzerdaten sondern schlicht und ergreifend Wissen – die Währung der Zukunft.

In Zeiten von Dauerkonnektivität und ständiger Vernetztheit müssen wir lernen, abzuschalten. Offline zu gehen. Unsern Verstand mag es manchmal begreifen – aber er ist an einen physischen Körper gebunden. Dieser Körper braucht Schlaf. Ruhe. Er kann nicht ständig online, ständig unter Strom sein. Ich denke, dass dieser Zustand nicht gesund ist. Diese Meinung scheinen in jüngster Zeit auch einige deutsche Großkonzerne zu sein, beispielsweise Daimler. Hier werden Mails, welche im Urlaub an den jeweiligen Mitarbeiter gesendet werden, gelöscht. Fertig.

Internet-Aufklärung

Das Internet bringt für uns alle viele Vorteile. Jedoch muss es mit Bedacht eingesetzt werden (Stichworte Suchtpotential, Datenschutz, etc.). Diese, ich möchte sie ‚Internet-Aufklärung‘ nennen, sollte bereits in Kindesjahren stattfinden. Gerade Kinder und Jugendliche – man sehe sich einmal in einer öffentlichen Bahn um – lassen sich extrem einfach von Medien vereinnahmen.

Sollte jemanden das Thema Medien und Jugendliche näher interessieren kann ich die Europaweit durchgeführte Studie ‚EU Kids Online‚ wärmstens empfehlen.

Quellenverzechnis

Anmerkung: Man möge mir den Verweis auf Wikipedia vergeben – das ist keine wissenschaftliche Arbeiten sondern ein Artikel in dem ich meine Meinung kund tue.

Patrick Daxenbichler

Autor: Patrick Daxenbichler

Medienkritischer Blogger, u.a. bei TheOpinion. Student der Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg. Selbstständiger Unternehmer. Fan und Unterstützer der neuen Medien. Politisch liberal und aufgeschlossen.

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