Wachstum um jeden Preis? Kein Konzept für die Zukunft. Teil 2

Teil 2: Aus der Betrachtungsweise der Soziologie

>>Es gibt kein richtiges Leben im falschen.<< Theodor W. Adorno, Soziologe, Philosoph.

Die Ausführungen des ersten Teils ‚Wachstum um jeden Preis? Kein Konzept für die Zukunft.‘ haben sich auf ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des stetigen Wachstums bezogen. Der zweite Teil der Beitragsreihe beschäftigt sich nun mit den Auswirkungen auf den Menschen. Macht ständiges Wachstum und die darauf beruhende Konsumgesellschaft glücklich? „Wachstum um jeden Preis? Kein Konzept für die Zukunft. Teil 2“ weiterlesen

Wachstum um jeden Preis? Kein Konzept für die Zukunft. Teil 1

Teil 1: Aus der Betrachtungsweise der Ökonomie

>>Wer an die Möglichkeit eines ständigen Wirtschaftswachstums glaubt, ist entweder ein Narr oder ein Ökonom.<< Manfred Max-Neef, Ökonom.

Immer wieder bekommen wird es uns eingetrichtert, ob von Politikern oder Ökonomen, in einem gar Mantra-ähnlichem Vortrag: Wachstum bringt Arbeit. Wachstum bringt Wohlstand. Wachstum ist gut für uns, unsere Familie und unsere Nachkommen!
Doch wie gut tut uns ständiges und stetiges Wachstum wirklich und wollen bzw. können wir es überhaupt um jeden Preis erhalten? „Wachstum um jeden Preis? Kein Konzept für die Zukunft. Teil 1“ weiterlesen

Wie Chatbots unser Leben verändern

Ich sitze vor dem PC und unterhalte mich:

Patrick: hey wie gehts?
Sam: gut, ich war gerade auf einem poetry slam 🙂
Patrick: das glaubst wohl selber nicht
Sam: doch, sonst würde ich es doch nicht sagen
Patrick: und wie wars?
Sam: war schon toll. muss unbedingt mal wieder hin

Diese scheinbar normale Konversation wird noch einige Minuten fortgeführt. Allerdings ist etwas anders. Sam ist kein Mensch. Er ist ein Chatbot. „Wie Chatbots unser Leben verändern“ weiterlesen

Wie kam es dazu? Eine Erläuterung des Trump-Sieges im Kontext der ‚Reputation-Macht-Balance‘

Wer einen positiven Ruf besitzt, hat Anspruch auf gesellschaftliche Verantwortung und Macht. Donald Trump wurde mit einem miserablen Ruf zum US-Präsident gewählt. Wie passt das zusammen? Dieser Beitrag reflektiert das Abschneiden Trumps in den Präsidentschaftswahlen 2016 anhand des Modells der Reputation-Macht-Balance und versucht Gründe für das ‚Unfassbare‘ zu finden. „Wie kam es dazu? Eine Erläuterung des Trump-Sieges im Kontext der ‚Reputation-Macht-Balance‘“ weiterlesen

Filter-Bubble: Gibt es noch Informationsfreiheit?

>>A squirrel dying in front of your house may be more relevant to your interests right now than people dying in Africa.<< Mark Zuckerberg.

Der Digital-Soziologe Eli Pariser ließ 2011 mit seiner These der Filter-Bubble aufhorchen. So bezeichnet er die im Web stattfindende personalisierte Informationsdistribution. Der Großteil der Inhalte, die wir im Netz finden – beispielsweise über Suchmaschinen wie Google oder Bing, in Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter und sogar in Nachrichtenportalen wie der New York Times – sind vorgefiltert – also auf uns zugeschnitten. Das bedeutet, dass du, wenn du nach einem Begriff suchst, andere Ergebnisse erhältst als beispielsweise dein Nachbar. Welche Auswirkung hat diese Filterung? „Filter-Bubble: Gibt es noch Informationsfreiheit?“ weiterlesen

Die Verschmelzung politischer Kommunikation. Werden alle zu Populisten?

Kürzlich habe ich einen wie ich finde sehr interessanten Beitrag des Kommunikationswissenschaftlers Kurt Imhof zum Thema Verschmelzung von politischer Kommunikation gelesen.

Grundsätzlich unterscheidet Imhof zwischen zwei Gruppierungen, den alteingesessenen Großparteien und so genannten autonomen Gruppen (vgl. Imhof 1996: 14).

Die Großparteien bedürfen meines Erachtens keiner weiteren Definition. Bei den autonomen Gruppierungen handelt es sich beispielsweise um politische Gruppen oder Minderheiten. In diesen Gruppierungen entstehen eigenständige Weltanschauungen und Lebensstile. Die Lebensdauer solcher Gruppierungen hat seit den 70iger Jahren stark zugenommen. Themenbereiche wie z.B. die Umwelt oder die Asylpolitik werden von ihnen eingenommen und lautstark propagiert (vgl. ebd.: 22). „Die Verschmelzung politischer Kommunikation. Werden alle zu Populisten?“ weiterlesen

Flüchtlingsdebatte in Österreich

Der Nahe Osten ist ein Pulverfass. Ein Gebilde aus Diktaturen, Scheindemokratien und extrem kapitalistischen Staaten. Seit Jahrzehnten gibt es keinen Frieden in dieser Region. Leider sind jedoch, wie in allen Konflikten, die Bürgerinnen und Bürger die Leidtragenden.

Wir in den westlichen Demokratien beklagen uns über viele Dinge. Jedoch haben wir anscheinend vergessen, was Probleme wirklich sind. Ich möchte in diesem Zusammenhang ein Wort einbringen, welches mir von einem guten Freund nähergebracht wurde: das Luxusproblem. Alle Probleme, über die wir uns tagtäglich beschweren, ob im Small-Talk oder am Stammtisch, sind Luxusprobleme.

In den letzten Tagen kochte, wieder einmal, die Flüchtlingsdebatte in Österreich hoch. Leider verstehe ich aber den Standpunkt vieler Menschen in diesem Land einfach nicht. Uns geht es gut. Sehr gut. Wenn wir uns etwas anstrengen, können wir aus unserem Leben machen was wir wollen. Wir haben die Freiheit und die Mittel, dies zu tun. Und trotzdem legen wir Menschen, welche gezwungen werden ihre Heimat zu verlassen, da sie ansonsten schikaniert oder getötet werden, immens große Steine in den Weg. Alleine diese Tatsache möchte ich herausstreichen. Wie schlecht muss es jemanden gehen – wie viel Angst muss er haben – um seine Heimat zu verlassen. Um wegzugehen, in der Hoffnung dass es dort vielleicht besser ist. Wieviel Angst müssten wir haben, um so etwas zu tun? „Flüchtlingsdebatte in Österreich“ weiterlesen

Das Internet in unserem Alltag

Gehört ihr auch zu den Leuten, die nach dem Aufwachen ihr Smartphone in die Hand nehmen, hoffentlich erst jetzt den Flugmodus abschalten, um es anschließend auf neue Mitteilungen zu checken? Ich jedenfalls habe mir dieses Verhalten über die letzten Jahre (leider) angewöhnt.

Heute, im Jahr 2014, haben wir ein völlig anderes Medienverständnis und -Nutzungsverhalten als noch vor 15 Jahren. Der Hauptverursacher dieser Veränderung ist, wie könnte es anders sein, das Internet. Das Internet ist mittlerweile so fest mit unserem Alltag verwurzelt, dass wir es gar nicht  mehr bemerken – und genau zu diesem Zeitpunkt hat es den Status einer Art Systemrelevanz für uns erreicht. Sämtliche klassische Medien sind nun (gezwungener Maßen) auch im Internet vertreten, mit teils mehr oder auch weniger Erfolg (Stichwort Zeitungssterben). Schon aus diesem Grund schließe ich mich der Meinung von Univ.Prof.Dr Rabler an und bezeichne das Internet nicht als Medium, sondern eher als Infrastruktur für Medien (vgl. Rabler 2013: o.S.). „Das Internet in unserem Alltag“ weiterlesen